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Fliegen im Land der Gletscher und Vulkane , 2 Wochen

Island ist kein Gleitschirmflugmekka, denn dafür ist das Atlantikwetter einfach zu rau und unberechenbar. Wer aber sowieso nach Island will und einen handlichen Gleitschirm sein Eigen nennt, sollte diesen unbedingt mitnehmen, denn es kann sich lohnen!

Ort: Island
Dauer: 2 Wochen
 
Zugegeben, Island ist kein Gleitschirmflugmekka, denn dafür ist das Atlantikwetter einfach zu rau und unberechenbar. Vor allem regnet es auch im Sommer recht häufig (Islandtief) oder es ist einfach bedeckt. So ist dies auch nicht in erster Linie ein Gleitschirm-Reisebericht, sondern ein Island-Rundreisebericht mit Gleitschirm Einlage. Möglich dank dem mitgenommenen Ozone Swift, der dank ausgezeichneten Packmassen mit auf die Rundreise gekommen ist. Natürlich hatten wir uns schon vor der Reise auf www.fisflug.is über die besten Fluggebiete informiert, jedoch entschieden, je nach Wetter das eine oder andere Fluggebiet anzusteuern. So ist es denn bei unserer Ankunft in Reykjavik tatsächlich verhangen und fliegen in den Hauptstadt-nahen Soaringgebieten ist somit keine Option. So entscheiden wir uns, ostwärts der Ringstrasse nach zu fahren. Leider bleibt das Wetter auch in den folgenden Tagen windig und wechselhaft, weshalb der Swift unter viel Gepäck und Campingausrüstung im Mietjeep begraben bleibt. Auch bei Erreichen der Nordseite der Insel hat sich immer noch keine Fluggelegenheit ergeben und wir entscheiden uns, mitten durch die Insel über die Hochland-Schotterpiste zurück Richtung Reykjavik zu fahren. Und siehe da, im Hochland herrscht schönstes Wetter. Vom rauen Atlantikwetter ist kaum noch etwas zu spüren. Jetzt gilt es einen passenden Hügel zu finden. In Kerlingarfjöll werden wir fündig. Das aktive Vulkangebiet rund um den Snaekollur ist eine der faszinierendsten Landschaften die wir jemals gesehen haben. Ockerfarbene mit Schneeflecken bedeckte Bergkuppen, dazwischen Täler mit zischenden Fumarolen und heissen Quellen prägen das Landschaftsbild. So könnte es auf dem Mars aussehen. Vom Kerlingarfjöll Mountain Camping machen wir uns also zu Fuss auf den Weg Richtung Snaekollur und suchen den Startplatz. Nach rund eineinhalb Stunden Fussmarsch finden wir auch einen schönen, nach Westen ausgerichtete Startplatz leicht unterhalb des Snaekollur, wobei wir nicht wissen ob das jetzt der offizielle Startplatz ist (wenn es den überhaupt gibt). Da das Wetter immer noch prächtig ist stellt sich starten und vor allem steigen als Kinderspiel heraus. Vom Startplatz, der auf rund 1400 M.ü.M liegt, steigen wir auf rund 1800 Meter auf, und hier offenbart sich eine Aussicht, die seinesgleichen sucht. Unten Marslandschaft, in der Weite der mächtige Vatnajökull. In der Nase ein Hauch Schwefel aus den gut sichtbaren Fumarolen, die von oben wie kleine Dampfdüsen aussehen. Nach rund einer Stunde Flug landen wir in der Nähe des Campings. Einfach toll. Obwohl dies schliesslich der einzige Flug während der ganzen Reise wird, hat sich das mitschleppen des Gleitschirms längstens gelohnt. Ein Flug über dem Snaekollur vergisst man nicht so leicht wieder. Fazit: Wer wegen dem Fliegen in die Ferien geht, sollte nicht nach Island fahren, da das Wetter einfach zu unberechenbar ist. Wer aber sowieso nach Island will und einen handlichen Gleitschirm sein Eigen nennt, sollte diesen unbedingt mitnehmen, denn es kann sich lohnen!

Sponsor:
www.airburn.net

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