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Frankreich - Lac d'Annecy - Familienfluggebiet in der Haute Savoie , so lange ihr wollt

Urlaubszeit, Ferienzeit. Wer nicht in der glücklichen Lage ist, das ganze Jahr über dem schönsten aller Hobbies nachzugehen, will wenigstens jetzt sein heimatliches Gelände verlassen und neue Flugerlebnisse in reizvoller Umgebung sammeln.

Ort: Annecy
Dauer: so lange ihr wollt
 
Nur wohin, wenn der Rest der Familie lieber zum Baden gehen, in der Sonne liegen will, Wert auf kulinarische Höhepunkte legt oder aber einen Faible für Stadtbesichtigungen hat. Der Spagat zwischen den eigenen fliegerischen Wünschen und den Ansprüchen der nicht fliegenden Familienmitglieder ist oft nicht leicht zu bewerkstelligen.

Optimal wäre also ein Fluggebiet in wunderschöner Landschaft mit stabilem sonnigem und warmen Wetter, am Wasser gelegen mit guten Restaurants, einem netten Ort mit interessantem historischem Ortskern in der Nähe und natürlich südlichem Ambiente. Und so etwas gibt es tatsächlich. Die Fluggebiete am Lac d'Annecy bieten alle Voraussetzungen um diese Quadratur des Kreises möglich zu machen.

Auch fliegerisch lassen die Fluggelände rund um den Lac d'Annecy keinen Wunsch offen. Die Thermik in dieser von der Natur verwöhnten Ecke Frankreichs ist tagsüber kräftig und abends an den Westhängen über dem See lang anhaltend. Für den Urlaubspiloten also kein Problem auch abends nach einem Ausflug oder Badetag noch den Sonnenuntergang von der luftigen Aussichtswarte an den Dents de Lanfon zu bewundern und zu sehen wie der alles überragende Mont Blanc in ein blass rosafarbenens Abendkleid gehüllt wird.

Für Streckenflieger ist die Region des Haute Savoie ohnehin eine echte Delikatesse. Der Verlauf der Bergketten scheint geradezu für FAI-Dreiecke entworfen worden zu sein. Nicht umsonst konnte Pierre Bouilloux hier die Grenze für GS-Dreiecke im Verlauf der Jahre immer weiter nach oben schrauben.
Auch Testpiloten schätzen das unkomplizierte Fluggebiet mit der Möglichkeit über Wasser zu testen für ihre Probeflüge. Mehrere Gleitschirmhersteller sind deshalb in dieser Region angesiedelt.
Der Klassiker ist eine Umrundung des Lac d'Annecy über Col de la Forclaz - La Tournette - Dents de Lanfon - Mont Veyrier - über den See zum Semmnoz - Roc de Boeuf - Col de la Forclaz. Sehr leicht kann der See auch an der schmalsten Stelle von den Dents de Lanfon zum Roc de Boeuf gequert werden, mit anschließendem Weiterflug ins Val d'Isere. Natürlich ist man im August am Lac d'Annecy nicht allein.

Weder in der Luft noch am Boden. Viele andere haben ben auch entdeckt wie angenehm es sich hier Urlaub machen lässt. Wer aber nicht den absoluten Einsamkeits-Trip sucht, findet hier alle Voraussetzungen für einen gelungenen Urlaub, auch mit nicht fliegenden Familienmitgliedern vor.
Eine ganze Reihe weniger stark frequentierter Fluggebiete finden sich in der näheren Umgebung von maximal einer Stunde Autofahrt (z.B. Montlambert, Cret du Chatillon, la Cote de Marlens u.s.w.)

Lac d'Annecy - Hochburg des "Vol libre"

Die wundervolle Berg- und Seekulisse macht Annecy zu einem der schönsten Orte der französischen Alpen. In Frankreich haben nur wenige der fliegenden Tierarten überlebt. Nicht so in Annecy.
Der Steinadler kreist hoch am Himmel und markiert so sein Revier, das die Größe eines mittleren Alpentales erreichen kann. Die meist in Dauerehe lebenden Steinadler ernähren sich im Sommer von Murmeltieren, im Winter von toten Steinböcken. Ihre Horste befinden sich in der Regel in unzugänglichen Felswänden. Der eindrucksvolle Bartgeier, dessen Flügelspannweite rund 2,80 m beträgt, ist zum Symbol der Wiedereinführung vom Aussterben bedrohter Tierarten in den Alpen geworden. Da er sich von Aas ernährt, lebt er in der Nähe von Rinderherden.Die Vielfalt an Schmetterlingsarten ist noch immer sehr groß. Schwalbenschwanz, Segelfalter und der Apollofalter drehen ihre Runden. Die fortschreitende Urbanisierung und Industrialisierung stellt jedoch eine Bedrohung für den Artenreichtum dar.

Der Paragleiter wurde Anfang der 80er ausgesetzt. Da er sich oft von Aas ernährt, lebt auch er in der Nähe von Rinderherden. Aber auch Pizza und Salat nimmt der selten in Dauerehe lebende Paragleiter gerne an. Seine Startplätze befinden sich in der Regel an leicht zugänglichen Stellen. Die Population der Paragleiter wird wegen seiner großen Spannweite oft etwas überschätzt und die fortschreitende Denaturierung gefährdet immer mehr den Weiterbestand dieser Spezies.

Rund um Annecy findet der Paragleiter allerdings ideale Bedingungen vor und gerne würde so mancher sich hier niederlassen.

Allgemeines zu Annecy

Die Skiorte Albertville oder Chamonix im französischen Savoyen dürften den meisten Wintersportlern vertrauter sein als die bedeutenden Kulturstädte und Badeorte im Schatten des Mont-Blanc-Massivs. Im Sommer entfaltet sich dort in den Hochtälern der Haute-Savoie, wie der nördliche Teil Savoyens heißt, ein vielfältiges Treiben, das die Franzosen seit gut 200 Jahren zu schätzen wissen.

Die drei großen Seen
Seit dem frühen 19. Jahrhundert zieht es viele Städter aus dem Westen Frankreichs zur Sommerfrische an die drei großen Seen der Hochsavoyens: Genfer See, Lac d'Annecy und Lac du Bourget. Annecy, die Haupstadt des Dpartements, spiegelt die wechselvolle Geschichte Hochsavoyens. Am Nordende des Lac von Annecy gelegen, steht die Stadt ganz im Zeichen des Wassers. Berühmt wurde die Stadt für ihr mittelalterliches Zentrum. Annecy wurde im 13. Jahrhundert auf Pfahlbauten über den vom See abfließenden Fluss Thiou erbaut.

Malerische Bergidylle am Wasser
In den Sommermonaten ergießt sich eine Flut von Touristen in die Altstadt. Über Brücken, Stege und durch verwinkelte Gassen drängen sie sich bis zum hoch gelegenen Schloss. Besonders eng wird es auf der Brücke gegenüber dem Palais de l'Ile. Urlaubergruppen scharen sich um die Souvenir-Maler, die gelassen das wohl meist fotografierte Motiv Frankreichs nach dem Eiffelturm abpinseln. Wie ein Keil steht das ehemalige Stadtgefängnis auf einer Kanalinsel. 1132 wurde der steinerne Bau erstmals in Dokumenten erwähnt.

Badeorte in den französischen Alpen
Heute lebt Annecy zu einem großen Teil vom verbliebenen Flair der mondänen Belle Epoque. Klassizistische Paläste, prächtige Jugendstilvillen und luxuriöse Hotels erinnern an die Zeit, in der die Bonapartes hier kurten, Queen Viktoria einen Zwischenstopp einlegte und die Pariser Gesellschaft der Jahrhundertwende sich zur Sommerfrische eintraf. Wer sich in diesen Tagen dem Hauch verflossenen Luxus hingeben möchte, wird auf eine solch illustre Gesellschaft allerdings verzichten müssen. Es sind vor allem Ruheständler, die das Straßenbild prägen.

Der Katzenzahn
Die Alternative zum graumelierten Gesundheitstourismus findet sich etwas abseits vom Stadtkern am Ufer des Lac du Bourget. Der kleinste der drei Seen liegt tiefblau zwischen bewaldeten Steilhängen. «La Dent du Chat» - zu deutsch: der Katzenzahn - erhebt sich als höchster Gipfel auf dem gegenüber liegenden Ufer.

Gourmet-Mekka am Bourget du Lac
«Hier haben die Segler und Angler das Sagen», sagt Jrôme Louveton vom Fremdenverkehrsamt in Aix - «und die Wochenendpendler aus Lyon.» Das benachbarte Bourget du Lac gilt im knapp 80 Kilometer entfernten Lyon als Gourmet-Mekka. Gleich vier im Michelin gelistete Lokale hat der kleine Ort aufzuweisen.

Die Stadt des Mineralwassers
Dabei kennt die ganze Welt die westlichste der savoyardischen Uferperlen - das Mineralwasser aus Evian trinkt man schließlich so gut wie überall. Die Evianer haben das Glück, das teure Nass an den öffentlichen Brunnen abfüllen zu können. Am oberen Rand der am steilen Uferhang gelegenen Stadt wurde die Quelle 1790 entdeckt. Wie reich der Ort dank des Wassers wurde, zeigt der neben dem Brunnen gelegene gläserne Jugendstilpalast - bis heute Sitz der Mineralwassergesellschaft. Evian-les-Bains, der mondänste aller Badeorte, schafft es sogar, den Genfern für ein paar Stunden die Highsociety zu entführen. Per Helikopter fliegen die VIPs hier ein, um sich den Abend im 1912 erbauten Casino zu vertreiben.

Mittelalterliches Freilichtmuseum
Weniger spektakulär, aber genauso reizvoll ist das kleine Dorf Yvoire auf der Strecke zwischen Evian und Genf. Der mittelalterliche Ort wirkt wie ein Freilichtmuseum. Wer durch die Gassen in Richtung Seeufer spaziert, trifft auf das Schloss Yvoire mit seinem «Garten der fünf Sinne». Yves d'Yvoire, dessen Familie hier seit dem 17. Jahrhundert lebt, hat nach alten Aufzeichnungen einen original mittelalterlichen Garten rekonstruiert. Besucher können sich durch den Garten fühlen, riechen, hören, sehen und schmecken. «Wer hierher kommt, sollte sich Zeit nehmen», rät Yves d'Yvoire.

Am besten sollten die Besucher wiederkommen, einmal zu jeder Jahreszeit, wünscht sich der Savoyarde - und es ist nicht ganz klar, ob er damit nur seinen Garten meint.

Anfahrt: Von Genf auf der A 41 bis zur Ausfahrt Annecy Nord und von dort weiter auf der D 909 und der D 909a bis nach Perroix. Von hier der ausgeschilderten Strasse zum Col de la Forclaz folgen. Die in der Luft befindlichen Fluggeräte weisen ohnehin den Weg.

Sponsor: Michael Friedchen
www.michael-friedchen.de/

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