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Ospedaletti , 7 Tage

7 Tage Ospedaletti Anfang Oktober 2006

Ort: Ospedaletti
Dauer: 7 Tage
 
Zunächst einmal ist zu sagen: ein fantastisch schön gelegenes Areal, nette Leute, Offenheit und Herzlichkeit von Seiten der italienischen Flugfreunde.
Übernachtung auf dem Campingplatz Villagio dei Fiori, wirklich empfehlenswert mit Pool, Pizzeria und was der Rest der Familie so braucht.
Meine eigenen Flugkenntnisse: ca 350 Starts, ich fliege einen 1-2er, fliege gern aber nicht immer- kann und will mein Leben nicht komplett der Fliegerei opfern.
Um es gleich vorweg zu nehmen: trotz augenscheinlich super Wetterbedingungen war die Flugausbeute bescheiden. Aber der Reihe nach. Das Fluggebiet würde ich als
nicht sehr anspruchsvoll aber auch nicht anfängertauglich beschreiben. Allein der offizielle, baumbestandene Landeplatz mit Ausmassen von ca. 15 x 45m (pos. geschätzt) könnte bei dem ein oder anderen Piloten für Kopfschmerzen sorgen. Dazu kommt dass es zwischen den Startplätzen und dem Landefeld von Leitungen, Überbauung, Autobahn und was man so alles braucht nur so wimmelt, also keine Zwischenlandemöglichkeiten ausser im extremen Notfall vielleicht der Sportplatz in Ospedaletti.
Kurz erwähnt sei dass es die bei O. Guenay beschriebene Eisenbahnlinie am Strand nicht mehr gibt. Auch der Startplatz am Capo Nero ist nur noch nach besonderer Absprache mit dem Grundeigentümer zu benutzen.
Der örtliche Clubchef, Enzo Mamone, ist bei allen Fragen behilflich. Seine aktuelle Mobilnr. gebe ich hier weiter: 0039-340-4751905. Seine Frau vermietet auch Ferienwohnungen.
Normalerweise trifft man sich wochentags um 12:30, an Samstagen und Sonntagen um 10.30 an der Baia Verde, einer Strandbar unweit des Landeplatzes. Unnnötig zu erwähnen, dass Italienischkenntnisse nützlich sind. Mit Englisch…naja.
Die Auffahrt erfolgt dann mit einem 4x4 Kleinbus. Allrad ist für die Startplätze am Monte Nero auch dringend erforderlich. Mit einem normalen Auto kommt man da nicht hin.
An den Hauptstartplatz- wenn nicht extrem Ostwind bläst- den Col del Bandito- kann man, wenn man mal die Strecke im GPS hat, auch selbst hinfahren. Die Unabhängigkeit vom Navette ist auch empfehlenswert, dazu braucht man aber eben 2 Autos oder einen Nichtflieger, der gern hin-und herfährt.
Als Problem in Ospedaletti hat sich der Starkwind herausgestellt, der sich durch die Lage am Meer offensichtlich öfter aufbaut. Schon auf der Autobahn wird vor heftigen Windböen gewarnt, auf der Rückfahrt weiss man dann, was damit gemeint ist. (raffiche di vento)
Das Ärgerliche ist, dass die Italiener an die Startplätze fahren obwohl ganz oben auf dem Berg ein 45er Wind bläst. Selbst am Startplatz Monte Nero weiter unten zogen noch 28er Windböen durch. Das ist dann glaube ich einfach etwas zuviel, zumal der Wind eben von giftigen Böen durchzogen war. Dass das Geld oder der Wille für eine Windmessstation fehlt ist noch eine Sache, dass man dann aber 4 (!) Stunden am Start hockt bis der Bus einen wieder abholt, der zwischendurch ohne weitere Nachfrage wer denn runter möchte abgefahren ist, macht das Ganze etwas unlustig wenn man mit der wartenden Familie die Zeit sinnvoller verbringen könnte.
Ein anderer Tag entwickelte sich etwas über- im 25Km entfernten Monaco regnete es zwischendurch- ab 13h war alles abgeschattet. Das einzige 10Minuten-Wolken- Loch wurde von einem deutschen Ligapiloten- Hut ab! genutzt, der dann in den labilen Bedingungen einen Flug auf die Uhr bekommen konnte. Für die anderen hiess es bei bedecktem Himmel absaufen und nach 15min am Boden stehen. Witzigerweise war um 17h wieder alles klar- vielleicht hätte man den bedeckten Nachmittag einfach am Start aussitzen sollen- but you never know…und fliegen während eben 25Km weiter Schauer abgehen, ist auch nicht jedermanns Sache. Da dreht halt mal immer ein bischen der Wind, aber wenn man mal ganz oben ist, kann man ja nicht mehr ins Lee kommen hihi…
Nun- gute Bedingungen vorausgesetzt- was hätte man denn rausholen können? Nach dem Start am Col del Bandito dreht man entweder gleich auf- oder steigt in die Thermik ein, die normalerweise am vorgelagerten Hügelchen über den drei Fässern steht- aus der Luft gut erkennbar. Ist man mal zur Basis vorgedrungen, kann man an den Monte Bignone wechseln, der nordöstlich vom Start hinter San Remo gelegen ist. Man erkennt den Berg vom Tal aus schon durch die Antennen und die Stützen der abmontierten Seilbahn. Sollte man nun dort absaufen, ist im Tal zwischen Berg und San Remo ein Golfplatz gelegen, wo zu gewissen Zeiten im Jahr das Landen gestattet ist. Diesen Golfplatz sieht man auch schon bei der Hochfahrt, erkennbar an einem kleinen See, der inmitten des gepflegten Grüns liegt.
Von dort kommt man evtl dann wieder zurück und kann sich dann entscheiden ob man toplandet- ist aber nicht einfach- oder ob man über den Buckel am Capo Nero wieder Richtung Meer fliegt. Befindet man sich über dem Capo Nero und es bläst Westwind, erreicht man auch locker den aufgeschütteteten Bereich östlich vom Campingplatz, was das Rückholen aus Ospedaletti erspart. Übrigens gibt’s am Startplatz riesige Steinpilze, so könnte man auch einen Nachmittag rumbringen.
Fazit: im gleichen Zeitraum hätte man in vielen anderen Fluggebieten mehr Flugzeit auf die Uhr bringen können. Und ob sich die weite Anreise (von ZH 7 Std.) lohnt, ist mehr als fraglich.

Fliegertreff: Strandbar Baia Verde
Unterkunft: Villagio dei Fiori (Campingplatz)
Anfahrt: Zürich-Chiasso-Mailand-Genua-SanRemo 7Std. (Autobahn)

Paragliding Reise Bericht Europa Italien Ligurien,Ospedaletti,
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Über den Dächer von Ospad. hinten sieht man den Landeplatz
Paragliding Reise Bericht Europa Italien Ligurien,Ospedaletti,Leider war der Landplatz belegt somit war an Fliegen nicht zu denken.
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[dragon]
Leider war der Landplatz belegt somit war an Fliegen nicht zu denken.
Paragliding Reise Bericht Europa Italien Ligurien,Ospedaletti,Landeplatz is nich viel
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Landeplatz is nich viel

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