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Brasilien-Reise 2001 - Wort des Urlaubs: Caipirinhia

Während bei uns im November die Tage immer kürzer werden und der Winter langsam, aber sicher seine ersten Vorboten ausschickt, beginnt auf der südlichen Erdhalbkugel der Frühling. Wer also dem Winterbeginn entkommen will und sich nach südlichem Flair in Brasilien mit seinen Sehenswürdigkeiten sehnt und außerdem noch Paragleiten will, sollte sich so eine Reise überlegen. Ich hab mich dazu entschlossen und machte mich unter der Obhut der Flugschule Blue Sky aus Sillian (Stefan Zorn) auf die Reise. Von Klagenfurt ging es nach Frankfurt, wo wir zusammengetroffen sind: ein Schweizer, vier Österreicher und sieben Deutsche.

 
Empfangen wurden wir in Rio von Bruno (72 Jahre alt), Enkel ehemaliger Deutscher Auswanderer, der unser perfekter Begleiter für die nächsten 3 Wochen sein sollte, sowie dem Busfahrer Manuel.

Durch das nächtliche Rio ging es ca. 25 Minuten zum Hotel Mar in der Bucht von Ipanema. Nachdem wir die Zimmer bezogen hatten, besuchten wir die Hotelbar, wo wir noch bis ca. 1 Uhr den Kellner in Bewegung hielten.

Leicht müde krabbelten wir am nächsten Tag um halb 9 aus den Federn, es war doch eine relativ kurze Nacht mit einem langen Tag davor. Na gut, auf zum ersten Frühstück in Brasilien. Es steht zur Auswahl: Kaffe, Orangensaft, Melone, Mango, Ananas, ein paar andere Früchte sowie Pressschinken, Butter, Käse, Marmelade und einige Kuchen. Dazu so eine Mischung zwischen Toastbrot und Vollkornbrot, aber auch normale Semmeln. Weiters wird Eierspeise mit und ohne Frankfurter angeboten. Es regnet und um halb 10 zeigt ein Thermometer vor dem Hotel 28 Grad, Luftfeuchtigkeit so um die 90 %.

Auf geht es daher zu einer Stadtrundfahrt. Unser Reiseleiter Bruno erweist sich als wahres Wörterbuch, er weiß alles, kennt alles und spricht mit uns abwechselnd Deutsch und Portugiesisch. Und er hat „sovieeeeel Freude, dass es uns hier gefällt und wir uns alle soooo gut verstehen“.

Vorbei am Sitz der Stadtverwaltung, vielen Banken und Hotels kommen wir zum Maracana Fußballstadion, das wir natürlich besichtigen. In der Empfangshalle sind die Fußabdrücke der berühmten Weltmeisterelf mit Pele zu bewundern. Pele hat übrigens kaum mehr als Schuhgröße 38. Weiter geht es zu dem Platz vor dem Dom, wo bis vor einigen Jahren straffällige Jugendliche von einem Exekutionskommando als abschreckendes Beispiel öffentlich erschossen wurden.

So um 2 Uhr essen wir dann bei einer Imbissbude am Ufer des Sees gebackenen Fisch mit Gemüsereis und Salat. Für 5 Personen kostet alles zusammen 9 Real – 1 Real ist ca. 6,20 Schilling wert. Weiter ging es dann zum Zuckerhut. Da muss man einfach hinauf. Der Ausblick auf Rio ist überwältigend. Abends dann in eine 9-Spieß-Churrascaria. Seither weiß ich, wie sich Gänse fühlen, wenn deren Leber gestopft wird. So schnell kann kein Mensch essen, wie immer wieder nachgebracht wird.

Traumwetter am nächsten Morgen, um 8,15 Uhr hat es 26 Grad und die Sonne brennt. Um 11 fahren wir mit dem Bus durch die Stadt zum Landeplatz, eine schön große Wiese direkt am weißen Sandstrand. Nach Besichtigung geht es dann Richtung Startplatz, der so etwa 500 Meter hoch liegt. Leider kommt Manuel mit dem Bus nicht ganz hinauf, die letzten 150 Höhenmeter müssen wir zu Fuß machen. Mit dem 22 Kilo-Sack am Rücken und der Sonne genau ober uns geht es bei gut 30 Grad und 80 % Luftfeuchtigkeit den irre steilen Anstieg hinauf.

Der Schweiß tropft von Kinn und Nase. Oben dauert es (nicht nur) für mich eine gute halbe Stunde, bis sich der Puls wieder unter 100 senkt. Den Startplatz teilen sich Paragleiter und Hängegleiter. Unter der Rampe ist es für uns schön schattig. Auf dem Gleitschirm-Startplatz unter der Rampe hat nur ein Schirm Platz, Anlauf ist auch nicht viel möglich, es geht ziemlich rasch und steil in die Botanik. Aber der gleichmäßige Wind ermöglicht einen einwandfreien Start und dann wunderbares Soren im butterweichen Meerwind. Beim Landeanflug mache ich einige Fotos von den Hotels und vom Strand. Anschließend haben wir uns an die Strandbar gesetzt und den schönen Flugtag mit einigen Skol ausgleiten lassen. Und Bruno war fasziniert, dass es so was wie Paragleiten gibt. „Die Leute fliiiiiiiiegen aaaale ohne Fliiiiiiiiigel, dass es soooowas giiiiiebt“ war sein Lieblingsausspruch.

Mittwoch, 7. November

Super Wetter. Schon um 8 Uhr hat es 29 Grad. Bald nach dem Frühstück fahren wir zur Christus-Statue. Aussicht pur. Die 70 Meter hohe Figur ist einfach gigantisch, ebenfalls der Ausblick auf Rio. Wir schauen uns über eine Stunde lang satt. Am frühen Nachmittag geht es dann weiter zu unserem nächsten Ziel. Um 22 Uhr sind wir in der POUSADA LUA LUANA, unserem Quartier in der Nähe von Campuqira für die nächsten Tage, angekommen. Ein schönes flaches Gebäude in L-Form mit 10 2er Appartements, Restaurant, Fernsehraum, Speiseraum, Schwimmbecken und Gartengrill. Und sehr sehr nette Wirtsleute. Vor jedem Appartement gibt es eine Hängematte.

Wir hauen unser Gepäck ins Zimmer und setzen uns an den Rand vom Pool. Hunger hat niemand, aber Durst. Und Durst ist ja bekanntlich schlimmer als Heimweh. Auch in Brasilien. Um 2 Uhr gehen wir mehr oder weniger aufrecht bei warmen 28 Grad ins Bettchen ....

Am nächsten Vormittag geht es zur Startplatzbesichtigung. Der Bus kann problemlos bis ganz oben fahren. Das ist gut, weil es ist schon wieder sehr schwül und drückend. Am Startplatz werden schon von einigen Presseleuten erwartet. Gilson, der Chef von Lua Luana, hat für Werbung in eigener Sache die Presse organisiert, in der Lokalzeitung soll ein Artikel samt Foto von uns erscheinen. Woher, warum, wie lange usw.

Bruno hat schon viel dazugelernt und steht uns mit Rat und Tat zur Seite. Er weiß schon, dass wir immer gegen den Wind starten müssen und hat auch sofort kapiert, wie das mit den Steuerleinen funktioniert. Und wenn irgendwo ein paar Geier kreisen, ist er ganz aufgeregt und zeigt sie uns mit den Worten: „sieh nur, die Veeeegel zeigen eiiiich den Weg nach oben“ ....

Beim Landen hat mich ein laut bellender Köter begrüßt, als der Schirm raschelnd zusammenfiel, hat ihn aber der Mut verlassen und weg war. Als Holger kurz nach mir in meiner Nähe landete, versuchte es der Hund nochmals. Und wieder verlies ihn der Mut.

Abends gibt es in der Posada Faschierten Braten mit Kartoffel, gekochten Bohnen und Salatbuffet – um 7 Real. Hier ist nicht nur das Essen gut, auch die Preise. Und weil alles recht billig ist, haben wir es wieder bis nach Mitternacht ausgehalten.

Herrlichster Sonnenschein am nächsten Morgen, 30 Grad um 10 Uhr. Heute kann mich die Fliegerei. Ich beschließe, einen Tag am Pool zu verbringen. Weil wer kann das schon Mitte November. In der Rezeption fand ich ein deutschsprachiges Gleitschirmmagazin aus dem Jahre 2000. Somit war Abwechslung gesichert: lesen, schwimmen, sonnen.

Das Abendessen am offenen Grill war ein Hit. Es gab Speisen wie in einer Churrascaria, nur mit dem Unterschied, dass wir das Tempo selber vorgeben konnten. Ich glaube, von so wenigen Leuten wurde noch nie so viel gegessen und getrunken. Lange nach Mitternacht gingen alle ziemlich schwerfällig ins Bett. Zwischen unserem Appartement und dem von Stefan und Susanne hat sich eine Gottesanbeterin auf der Mauer gemütlich gemacht.

Leider konnten wir nicht länger als ein paar Tage bleiben. Unser nächstes Ziel war POMERODE. Satte 750 km liegen vor uns. Zu Mittag rasten wir bei einem Mc Donald auf der Autobahn. Mc Chicken um 6 Real, ein echt europäischer Preis. Danach weiter, vorbei an 100en km² Bananenplantagen, romantischen Seen und haufenweise Kaffeestauden. Wir streifen SAO PAULO und haben herrliche Aussicht auf die FAVELAS, die berühmten Slums. Sehr beeindruckend, aber auch erschreckend, wie diese Menschen hier leben L.

Um Mitternacht trudelten wir in Pomerode ein, ein rein deutschsprachiges Städtchen, das seine Wurzeln im ehemaligen Pommern hat – daher der Name. Der Himmel ist sternklar, es hat 28 Grad, was uns für den nächsten Tag einiges erwarten lässt.

Und so ist es auch. Um die Mittagszeit sind wir dann am schönen Startplatz angekommen. Irgendwelche komischen, mir unbekannten Insekten sind ziemlich lästig. Gleich nach dem sie einen gebissen haben, blutet man auch schon. Und ich Tepp vergesse das Autan im Hotel. Walter und Simon starten als erstes, die haben Glück. Uns anderen „blutet“ bald darauf das Ohr. Bruno gibt uns Flugunterricht, erklärt das Profil des Schirmes und warum es ohne Flügel trotzdem aufwärts geht. Und war ganz aufgeregt, als Simon, unser Schweizer, mit ein paar Wing Over eine Steilspirale einleitet. Da hätte ihn fast der Schlag getroffen. Wir alle genossen den herrlichen Wind und die Aussicht, Fluggenuss pur.

Nach der Landung ging es ins Mundo Antigo, ein sehr nettes Lokal in der Nähe vom Landeplatz. Die ganze Mannschaft spricht Deutsch und hat uns sehr freundlich empfangen. Wir bleiben gleich zum Abendessen (Huhn, Ente, Schmorbraten, Kartoffel und viel Salat).

Am nächsten Morgen ging ich gleich nach dem Frühstück in die Apotheke, um dem Apotheker, der gleichzeitig auch Arzt ist und perfekt Deutsch spricht, die Wadl zu zeigen. Seine Salbe verschafft Abhilfe. Später treffe ich Susanne, sie kommt auch von der Apotheke. 27 Bisse auf ihren Beinen, bei mir zählen wir 29. Irgendjemand erklärt uns, dass die Bisse auf den Waden von Sandflöhen kommen. Die können nämlich nicht höher als einen halben Meter springen.

Heute hängen tiefe Wolken in den Hügeln, daher machen wir uns gegen Mittag auf die Reise nach BLUMENAU. Auch eine sehr deutsche Stadt, ca.20 km von Pomerode entfernt. Geschäftsnamen wie Schröder, Weiler, Waldner usw. sind oft zu sehen. Die Geschäfte heißen Einkaufsladen, die (leider) in portugiesisch geschriebene Zeitung nennt sich Tagblatt. Am Nachmittag ging es (diesmal mit Autan) wieder zum Fliegen. Auch heute bleiben wir anschlliessend gleich im Mundo Antigo und essen wieder sehr gut. Diesmal Grillwurst, Kassler, gekochte Stelze mit Kartoffel, und wieder viel guten Salat.

Regenwetter am nächsten Morgen. Nach dem Frühstück wird die Regenjacke ausgepackt und auf in Zoo. Tiger, Löwen, Bären, Pumas, Affen, schwarze Schwäne und sehr viele Tiere, die ich nur von Bildern her kenne wie Emus, Tapire, Erdferkel und so weiter. Nach dem Zoobesuch machen wir uns einen faulen Nachmittag, besuchen unter anderem das TORTENPARADIES. Abendessen gibt es dann bei einem Italiener. Ich esse ein feines (und sehr großes) Rindschnitzel mit viel Zwiebel, dazu Kartoffel und Salat. Elke, Martina und Manfred müssen unbedingt Lasagne haben. Geben aber jeweils mehr als die Hälfte zurück, das Salz von einer Portion hätte locker für alle 3 gereicht. Naja, Lasagne in Brasilien …

Weiter geht die Reise, wir verlassen Pomerode Richtung BALEARO DI CAMBORIU. Unterwegs besichtigen wir die Firma SOL, den führenden Gleitschirmhersteller von Brasilien. Am Nachmittag geht es dann mit einem geländetauglichen Pickup zum Startplatz. 12 Leute mit Sack und Pack auf der Ladefläche. Aber was nimmt man nicht alles auf sich, um zum Fliegen zu kommen.

Abends treffen wir dann beim Hotel ein, wo uns erklärt wird, dass sie für uns trotz Reservierung keine 2bett Zimmer haben. Alle Diskussionen sind umsonst, da nimmt Manuel die Sache in die Hand. Geht einfach ins Nebenhotel, kommt 5 Minuten später zurück und wir siedeln um. Walter, mein Zimmerkollege während der ganzen Reise und ich haben ein sehr schönes und geräumiges 4-Bett-Zimmer für uns allein – und auch noch auf der Rückseite vom Hotel. Was sich wahres Glück erweist. Weil dieses Wochenende findet in Camboriu ein Motorradtreffen statt. An die 1000 Honda Shadow´s (so ein Ding kostet hier 180.000 ATS !!!!) sind hier. Und die Fahrer gehen sicher nicht vor Mitternacht ins Bett. Wir vielleicht schon ....

Am Vormittag fahren wir dann mit dem Bus ans andere Stadtende zum Motoradtreffen-Zentrum. Laute Musik bereits um 10 Uhr, haufenweise abgefackelte Hinterreifen, Stände mit Biker-Bekleidung. So wie beim Harley-Treffen am Faakersee halt.

Zu Mittag zum Startplatz, ein Hügel vom 120 Meter Höhe, mit Ausblick auf den langen Sandstrand, der auch als Landeplatz benutzt wird. Ein faszinierendes Flugerlebnis für uns alle. Starten, auf das Meer hinaus fliegen, bis auf ca. 40 Meter sinken und dann mit dem butterweichen Wind wieder zurück und den Hang entlang aufwärts bis weit über den Startplatz.

Abends fragt mich dann ein Wirt bei einer Grillbude, woher ich komme ..... Und entpuppt sich als alter Nazi. Weil unterm Adolf hätte es den Bin Laden sicher nicht gegeben .... Ich will aber nicht politisieren, daher trinke ich aus und geh ins Hotel.

Sonntag, 18.11.

Es ist sauheiß, um 10 Uhr hat es 30 Grad und ist wolkenlos. Um 12 Uhr sind wir wieder am Startplatz. Nach einer guten Stunde soren kriege ich Sehnsucht nach dem Sandstrand, wo herrlich hohe Wellen viel Spaß versprechen. Bei der Rückfahrt zum Hotel kamen wir bei einer Buggy-Bahn vorbei, natürlich mussten wir ein 20minütiges Rennen fahren, sozusagen als Ausgleich fürs Fliegen und Baden.

Wir bleiben noch ein paar Tage in der Gegend, um zu fliegen oder einfach Urlaub zu machen. Dann beginnt der letzte Teil unserer Reise. Es geht nach FLORIANOPOLIS, wo wir im Crishotel direkt am Strand unsere Zimmer beziehen und danach eine ausgiebige Inselrundfahrt machen, wir besichtigen sehr schöne Strände, sauberstes Wasser. Sitzen gemütlich in einem Strandlokal und essen gebackene Shrimps und Muscheln. Dazu Reis und Salat.

Am Heimweg steigen wir kurz vor unserem Hotel bei einer riesigen, weißen Sanddüne aus. Es gibt Snowboards zu mieten. Herrlicher Anblick. Kinder rutschen darauf den Sandhügel hinunter und haben die größte Gaudi. Wir auch beim Zuschauen. Hans und Manfred, unsere 2 Norddeutschen „Alpinisten“ erweisen sich als wahre Profis und bringen sogar 1 Kurve zusammen. Und ganz still und leise macht sich bei mir im Hinterkopf schon der Gedanke an das Wetter breit, das mich in Villach erwarten wird.

Abends besuchen wir dann ein Fischlokal. Hans und ich lassen uns ein großes Stück gegrillt servieren, dazu Pommes. Weil statt Salzkartoffel gibt es nur Püree. Und das ist selbst dem Norddeutschen Hans zuviel. Das 5gängige Menü (gebackene Shrimps, gekochte Scampi, gegrillte Scampi, Muscheln und gebratenen Fisch) sparen wir uns für den nächsten Tag auf.

Vorvorletzter Tag. Der Wind auf der Insel passt leider nicht und daher geht es aufs Festland. Der Startplatz ist 550 Meter hoch und die Auffahrt sehr kurvig und steil. Wir schwitzen nicht nur wegen der großen Hitze, sondern auch wegen dem Gedanken an einen womöglichen Fußmarsch. Und so kommt es auch. Vor uns ein Steilstück, Manuel gibt Gas, aber nach 50 Meter steht der Bus. Alles raus. Manuel fährt zurück, nimmt Anlauf und treibt den Bus mit der Ersten hinauf. Wir hatschen hintennach. Es ist ungefähr 45° steil und die Sonne brennt voll herunter. Nach 50 Meter sind wir schon durchgeschwitzt, nach weiteren 150 Meter steht der Bus und wartet auf uns. Es geht flacher weiter. Also rein in den Bus und die letzten 250 Meter zum Startplatz. Und dann wurde natürlich wieder geflogen ....

Den herrlich lauen Abend verbringen wir auf einer Strandterrasse, das Meer plätschert, der Mond und die Sterne leuchten um die Wette und das Bier schmeckt.

Der vorletzte Tag bricht an, es entschließen sich mehrere, hier zu bleiben und das traumhafte Wetter am ewig langen Sandstrand zu genießen und nicht mehr in die Luft zu gehen. Weil eins ist sicher: Morgen ist Schluss und wer weiß, wann wieder plantschen im Meer und Sonneliegen möglich ist.

Abends führt uns Manuel in eine Churrascaria. Das war die beste in der ganzen bisherigen Zeit. Herrliche Fleischsorten, Wachteln, Ananas, Fisch. Und das alles nicht so schnell wie in den bisherigen. Glücklich und zufrieden haben wir den Abend wieder auf der Strandterrasse ausklingen lassen.

Samstag, 23.11.

Unser letzter Tag auf der Insel Florianopolis, gleichzeitig auch der letzte Tag in Brasilien. Um 11 Uhr besuchten wir ein riesiges Einkaufszentrum in Florianopolis, wo wir bis 15 Uhr blieben. Dann weiter zum Flughafen, wo unsere Maschine nach Sao Paulo um 17 Uhr abfliegen sollte, Ankunft in Sao Paulo 18 Uhr 15. Weiter nach Frankfurt um 23,35.

Naja, wir waren um 16 Uhr am Flughafen, unsere Maschine nicht. Sie kommt so um 17 Uhr und ein paar Mechaniker schrauben am Triebwerk herum. Kein Problem, wir haben ja in Sao Paulo Zeit genug. Um 19 Uhr begannen wir uns schon schön langsam unsere Gedanken zu machen, weil die schraubten noch immer.

Und um 20 Uhr kam die Meldung, ein schweres Gewitter hat in Sao Paulo den Tower lahmgelegt, es kann kein Flug dorthin starten. AHA. Um halb 10 auf einmal heißt es: Alle an Bord. Der Airbus ist fast leer und wir haben einen superruhigen Flug. Nur mit einen Nachteil. Wir kommen um 23,20 an. Und das Terminal zeigt beim Flug nach Frankfurt bereits: GATE CLOSED. Aus und vorbei. Bis wir unser Gepäck haben, dauert es ja auch noch ein Weilchen. Stefan verhandelt am Schalter mit diversen Leuten, weil die Maschine steht ja noch draußen und hat Verspätung. Nichts zu machen. Naja, es wird so ca. 2 Uhr und dann kommt ein Bus für unseren Transport in ein Hotel. Um halb 4 fallen wir dann todmüde im Zentrum von Sao Paulo in ein Best-Westen-Hotel-Betten.

Sonntag, 24.11.

Dann den ganzen Tag herumgelungert, eine kleine Runde beim Hotel gemacht und weitergewartet. So um 14 Uhr, eigentlich die Zeit, zu der ich in Frankfurt aus dem Flieger steigen wollte, sitze ich mit Simon in der Hotelhalle und warte .... Um 19 Uhr gibt es ein a la Carte Abendessen (wird eh alles von der Versicherung der Fluglinie bezahlt). Um 20 Uhr war der Bus wieder da und auf ging es zum Flughafen. Sao Paulo, Teil 2. Aber heute war alles in Ordnung, das Boarding begann pünktlich, auch gestartet wurde pünktlich um 23,35 Uhr. Ach, ist das schön. Zum Essen gab es einen herrlichen Rindsbraten mit Kartoffel, als Nachspeise Ananas-Parfait. Danach ist es mir sogar gelungen, ein paar Stunden im Sitz zu schlafen. Langsam, aber sicher kamen wir Europa näher, wie auf dem Bildschirm zu sehen war. 14 Uhr Planankunft stand immer da. Doch dann rastete ein Rauschgiftsüchtiger aus. Er begann zu randalieren, riss sich sein T-Shirt vom Körper und fügte sich (womit nur ????) tiefe Schnittwunden zu. Er lag im Heck des Fliegers vor der Bordküche am Boden, schrie, tobte und schlug wild um sich. Ein Arzt wurde gerufen, und der hat ihn schließlich mit einer Spritze ruhig stellen können. Nur das bereits zum Ausliefern hergerichtete Frühstück war hinüber. Überall Blut auf den Containern. Also, nix mit 14 Uhr Frankfurt. Zwischenlandung in Lissabon, den Typ entsorgen. Bis sein Gepäck gefunden war, vergingen aber 2 Stunden – kein Wunder, bei einer vollbesetzten MD 11 mit über 300 Plätzen.

Na gut, Abflug in Lissabon um 14 Uhr, Flugzeit nach Frankfurt 2,20. Womit eh schon klar war, dass mein Anschlussflug nach Klagenfurt fort ist.

Kurz nach dem Start haben wir dann ein Semmerl mit 3 Scheiben Salami und einem Blatt Salat bekommen. Und eine Dose Bier war noch möglich, mehr hatten die dann nicht mehr. Nur Aqua sem gas. Und das schmeckt absolut nach gar nix.

So, es ist Montag, der 25.11, 16 Uhr 20. Und Frankfurt hat uns wieder. Unsere Runde löst sich auf und ich mache mich auf den Weg zu einer Info, werde 2 mal weitergereicht und lande schließlich bei einem Schalter der Lufthansa, wo ich auf die nächste (fein, es fliegt doch noch eine und Platz gibt es auch noch) Maschine umgebucht werde.

Der Start erfolgte auch pünktlich, als Abendessen gibt es ein Schinkensemmerl und Stiegl-Bier. Viel wichtiger waren aber KRONENZEITUNG und KLEINE ZEITUNG. Um 10 vor 11 quietschten dann die Räder beim Aufsetzten am Flughafen Klagenfurt. Das Gepäck – alles war da – kam auch gleich und um 23 Uhr stieg ich glücklich und zufrieden zu meiner Frau ins Auto.

OBRIGADO BRASIL,
ich komme sicher wieder.

Sponsor:
herr-bert.nit.at

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