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Kekes, 1014 Meter

Seilbahn: Nein Streckenflug: Ja Soaring: Ja Windenschlepp: Nein Walk and Fly: Nein Ski and Fly: Nein Paraglider: Ja Drachen: Keine Angabe Webcam: Nein Keine GPS Daten vorhanden IGC Daten vorhanden
Talort:
Gyöngyös
Höhe Talort:
120 Meter
Höhenunterschied:
894 Meter
Start Richtungen:
Seilbahn:
Nein
Streckenflug:
Ja
Soaring:
Ja
Windenschlepp:
Nein
Walk and Fly:
Nein
Ski and Fly:
Nein
Drachen:
Keine Angabe
UL:
Keine Angabe
Qualität Fluggebiet:
Qualität dieser Seite:
Statistik:
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Adoption (User):
Flachlandflieger seit 22.02.2006
 
Zuletzt bearbeitet:
22.02.2006
Reisebericht aus Ungarn


1. Tag in Ungarn
Gerade bin ich in Gyöngyös angekommen. Nicht weit von hier gibt es den höchsten Berg Ungarns, den Kekes.
Er ist gerade einmal 1014 m hoch. Aber ringsherum nur flaches Land. Es regnet und der Wind weht mit einer Geschwindigkeit, dass nicht einmal mehr Vögel in der Luft zu sehen sind.
Na ja, dann haben wir Fetzenflieger ja sowieso nichts mehr in der Luft zu suchen.
So genieße ich halt erst einmal ausgiebig den ungarischen Rotwein bis spät in die Nacht, denn morgen wird es bestimmt auch nicht besser.


2. Tag in Ungarn
Noch immer habe ich einen dicken Kopf vom Rotwein. Oh shit, die Sonne scheint, es ist aber zu windig zum fliegen. Fahre daher erst einmal rauf auf den Kekes.
Super geiler Startplatz dort oben, aber zu windig.
Nachdem ich gerade 2 Stunden auf dem Kekes rumgegammelt habe, sehe ich über Gyöngyös einige Gleitschirme fliegen.
Voller Panik renne ich zum Auto, rase die Serpentinen herunter und stehe am Fuße des Hügels, der gerade einmal 400m hoch ist und suche verzweifelt eine Straße zum Gipfel.
Drei mal fahre ich um den Hügel und finde keinen Weg nach oben. Selbst Taxifahrer und Einheimische können mir nicht helfen.
Aber einen Weg muss es dorthin geben, schließlich steht dort ein Sendemast.
Da sehe ich plötzlich einen Flieger langsam runterkommen. Sofort mit dem Auto zum Landeplatz, der sich übrigens direkt neben dem Friedhof befindet.
Leider spricht der Ungar kein englisch oder deutsch, aber er erklärt mir, dass es nur zu Fuß herauf geht und sein Kollege Laszlo deutsch spricht und wohl auch bald landen wird.
Mist, möchte doch Gleitschirmfliegen und nicht Berge zu Fuß bezwingen.
Aber für heute ist es eh zu spät.


3. Tag in Ungarn
Super Wetter heute, fahre zum Friedhof und sattle mir meinen Schirm auf.
Was unbequemeres gibt es wohl nicht. 400 Höhenmeter, querfeldein, erst mal eine rauchen.
Nachdem ich oben angekommen bin, weiß ich, wie es ist, den Mount Everest bestiegen zu haben. Nach dem Auslegen des Schirms schnalle ich mir mein Gurtzeug um und frage mich wieso das denn so schwer ist.
6 Liter Wasserbalast erklären mir so einiges.
Zum Glück bin ich Pazifist, sonst würde ich mich selber schlagen.
Jetzt bin ich ganz alleine hier auf dem Berg und traue mich noch nicht so recht in die Luft zu gehen. Flacher Startplatz, dann geht es 50m steil abwärts und anschliessend kommen bis zum Landeplatz nur Weinstöcke, in die man besser nicht hineinfliegen sollte.
Aber wie soll ich mit der wenigen Höhe jemals den Landeplatz erreichen ?
Ohne Höhengewinn ist das gar nicht möglich.
Aber ich sehe noch 2 weitere Flieger, die im Anmarsch sind, also warte ich.
An diesem Tag gab es keine Probleme mehr, habe einen super tollen Flug von fast 2 Stunden erlebt.


4. Tag in Ungarn
Habe gestern von den ungarischen Fliegern, Laszlo und Sandor erfahren, dass man auch super von dem Galletö fliegen kann, der Startplatz allerdings etwas versteckt liegt.
Auf dessen Suche bin ich jetzt. Ich weiß, dass ich an der Stelle angekommen bin, die mir die beiden gestern beschrieben haben. Der Startplatz sieht allerdings nicht sehr einladend aus, alles voller Sträucher und etwas unterhalb riesige Tannen.
Da wird man wohl rüberkommen denke ich bei mir, ich bin ja nicht der erste Flieger hier oben.
Dann muss man ja da rüber kommen. Nachdem ich irgendwann mal meinen Schirm ausgelegt habe und eine ganze Reihe von Sträuchern beseitigt habe, geht es nun endlich los.
Der Start war echt bilderbuchmäßig. Aber die Tannen werden immer größer und größer und kommen immer näher.

Beine anziehen und mit vielleicht 2m Abstand über die Wipfel. Dann gibt es zum Glück Wind von unten und auf geht es. Achter fast eine halbe Stunde an einer Felskante herum und habe gerade mal 100m gemacht.
Das reicht für heute, denke ich, suche mir jetzt einen Landeplatz und wandere zurück zum Auto. Plötzlich bin ich in einem Thermikschlauch und auf geht es.
Wenn ich jetzt nicht so ein Durst hätte, wäre alles klar.
Mein Wasserbalast habe ich ja heute morgen weg geschüttet, weil auch hier kein Auto hochkommt. Toll !
Ich habe alles weg geschüttet. Und die letzte Dose Cola habe ich getrunken, nachdem ich die Büsche raus gerissen habe. Wieder könnte ich mir eins aufs Auge hauen.
Also fliege ich Richtung Friedhof zum Landen.
Dort angekommen sehe ich noch mehrere Schirme in der Luft, die an meinem gestrigen Flugberg fliegen.
Auch Laszlo und Sandor von gestern landen hier.
Für morgen habe wir uns zum Fliegen auf dem Kekes verabredet. Wir treffen uns dann hier am Landeplatz und fahren zusammen hoch. Endlich mal ein Startplatz, wo man mit dem Auto hinfahren kann.


5. Tag in Ungarn
Pünktlich um 11:00 Uhr bin ich am Treffpunkt. Laszlo und Sandor warten schon dort.
Schnell mein Schirm in deren Kofferraum und los geht es. Etwas unterhalb vom Gipfel des Kekes parken wir. Packen unsere Schirme auf den Rücken und müssen noch ein Stück durch den Wald gehen. Oben angekommen geht alles ganz schnell bei Laszlo und Sandor.
Ich verstehe die ganze Eile gar nicht, Laszlo kommt angerannt während ich noch meine Leinen sortiere und ruft mir zu: “Schnall dein Sitz schon mal an, ich sortiere dir die Leinen.”
Er zieht mein Schirm auf, legt ihn hin und hilft mir beim Anschnallen des Schirms. “Fertig” ruft er, “und jetzt los. Schnell.”
Ich gucke wohl noch immer etwas verdutzt. Da erklärt er mir, dass es verboten ist hier zu starten undwenn man erwischt wird, es tierisch teuer ist. Ich laufe los und hebe ab.
Gerade abgehoben und in der Luft nochmal meine Leinen kontrolliert, schaue ich mich um und dicht hinter mir fliegt auch Sandor.
Sehe gerade noch den Start von Laszlo. Wie der so schnell sein kann, keine Ahnung.
Voll Pervers so ein Schnellstart.
Hätte man mir auch vorher sagen können, dass es hier ein Startverbot gibt.
Allerdings ist das Fliegen um den Kekes einfach super genial.
Butterweiche Thermik heute.
Schnell habe ich 500m Startüberhöhung und kreise mich weiter hoch.
Was mich allerdings etwas ärgert ist, dass Laszlo mich so auskurbelt.
Ansonsten super, heute habe ich auch genug Wasser und Obst dabei. Ein genialer Flugtag.


6. Tag in Ungarn
Die Sonne scheint, aber böiger Wind. Viel zu windig. Leider.


7.er bis 11.er Tag in Ungarn
Sturm, Regen und Gewitter. Ich habe zum Glück meinen Rotwein. Ab und zu kann ich dann noch einen ruhigen Gleitflug am Abend machen. Das entschädigt etwas.


12. Tag in Ungarn
Die Sonne scheint wieder, aber es ist recht diesig. Hoffe, dass sich das noch im Laufe des Tages auflöst. Den Flug am Kekes möchte ich gerne wiederholen. Also rauf mit dem Auto.
Oben angekommen, schaue ich erst mal, ob auch keiner dort ist, der mich an meinem Flug hindern könnte. Keiner da. Mein Schirm liegt noch versteckt im Wald.
Der Wind ist gut, leider noch immer diesig. Aber für einen Gleitflug reicht es allemal.
Die letzen 2 Tage hat es nicht mehr geregnet, mit Thermik rechne ich allerdings nicht bei diesen Wetterbedingungen.
Dann geht diesmal alles ganz schnell bei mir. Ich glaube ich habe nur 3 Minuten gebraucht bis ich in der Luft war.
War dann völlig überrascht, dass es schon kurz nach dem Start doch aufwärts ging. Hangaufwind war das nicht. Thermik ist es und das grossflächig. Ich konnte fast überall hinfliegen ohne zu sinken. Keine Wolke am Himmel, unten im Tal war es noch immer nicht klar geworden und ich stieg ganz langsam mit circa 1m/s. Genial.


13. Tag in Ungarn
Wieder ist es sehr windig. Ich entschließe mich, erst mal nach Österreich zu fahren.
Habe gerade dort einen Bekannten angerufen, da soll es super Wetter haben.
Zurück nach Ungarn geht es dann, wenn das Wetter beständiger ist.



Bis dann erst mal - see you in the air.

Viel Spass beim fliegen. Peter

Ps. Diesen Reisebericht gibt es auch mit Bildern auf meiner HP unter : www.Flachlandflieger.de
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Bewertung der Fluggebiets- und der Seitenqualität

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22.02.2006 [Flachlandflieger]
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Flugdaten von www.paraglidingforum.com
Datum Pilot Takeoff Dauer Offene Distanz OLC km OLC Score OLC Type Link
30.11.1999 Khrestos Pelekis - 0:0:0 0.73 2.49 3.7 FREE_FLIGHT Details

Schwierigkeit

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Startplätze

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Landeplätze

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