Schwierigkeit
Gastfreundschaft hat im Libanon traditionell einen hohen Stellenwert. Umgekehrt wird von allen Gästen des Landes erwartet, dass sie sich den Verhaltensregeln eines islamisch geprägten Landes anpassen.
Der Islam bestimmt den öffentlichen Alltag und verdient Respekt. In Zeiten des Ramadan (Fastenmonat) ist das öffentliche Leben stark beeinflusst. In der Öffentlichkeit sollten auch Sie nicht essen oder rauchen und keine Zärtlichkeiten austauschen. Es besteht Alkoholverbot außerhalb von Restaurants.
Jedoch sind viele altertümliche und islamische, auch osmanische Sitten, im Libanon inzwischen längst dem allgemeinen europäischen Standard gewichen. Übliche Begrüßungsform ist das Händeschütteln. Frauen sind tagsüber in (nahezu) jeder Kleidung willkommen. Beim Besuch außerhalb der größeren Städte sollte jedoch auf zu freizügige Kleidung verzichtet werden. "Oben ohne" ist weiterhin tabu.
Die Qualität libanesischen Essens ist weltberühmt. Die größeren Hotels und Restaurants im Libanon bieten mittlerweile internationale Küche an. Deshalb sollten Sie um original-libanesische Spezialitäten zu geniessen lieber kleinere Lokale aufsuchen. Typische libanesische Gerichte sind z.B. die Mezze (orientalische Vorspeisen), Schwarma (gegrilltes Kalbsfleisch) und Kebbé (Hackfleisch mit Weizenschrot).
Nationalgetränk ist Arrak (Anisschnaps), den man mit Wasser auf Eis trinkt.
Daneben besteht in Libanon auch weiterhin ein Risiko von Anschlägen gegen Gebäude oder Einrichtungen, die aus der Sicht von Extremisten als Ziele mit Symbolcharakter angesehen werden könnten. Das Auswärtige Amt empfiehlt daher, bei Reisen in den Libanon höchste Vorsicht, insbesondere unter Maßgabe der nachfolgenden Hinweise, walten zu lassen.
Es wird empfohlen, größere Menschenansammlungen und Demonstrationen unbedingt zu meiden.
Von Reisen nach Sidon und in die Region südlich der Linie von Tyros bis zur Grenze nach Syrien wird abgeraten. Außerdem besteht Gefahr durch Landminen. Entlang der Südgrenze im Gebiet der sogenannten Shebaa-Farmen kommt es immer wieder zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen der Hezbollah und israelischen Armeeeinheiten.
Generell abgeraten wird von Reisen in Gebiete nördlich von Baalbek (Region Hermel) sowie in die im Westen angrenzende Akkar-Region. Die Orte Majdel-Aanjar, Ghaze, Qaraun, Bar Elias und Britel in der Bekaa-Ebene sollten gemieden werden. Bei Besuchen der nördlichen Hafenstadt Tripoli sollte eine Bekleidung gewählt werden, die islamischen Vorstellungen entspricht.
Palästinensische Flüchtlingslager sollten unbedingt gemieden werden. Die libanesischen Sicherheitskräfte sind dort nicht präsent und können die Sicherheit in den Lagern nicht gewährleisten.
Weiterhin finden in allen Städten und auf allen Landstraßen Kontrollen statt. Aus diesem Grund sollten Reisende stets Reisedokumente in Originalform mit sich führen.
Alle Reisen sollten sorgfältig vorbereitet werden. Einzelheiten wie Abholung, Transport und Unterkunft im Libanon sollten vorab vom Organisator bzw. vom Reisenden mit dem dortigen Gastgeber bzw. Gesprächspartner auch unter Berücksichtigung von Sicherheitsaspekten vereinbart werden. Fahrten sollten nur in Begleitung ortskundiger libanesischer Vertrauenspersonen unternommen werden.
Hinweis für Reisende, die den Grenzübergang Masnaa von oder nach Syrien (Straße Beirut-Damaskus) benutzen: Nach mehrfachen schweren Auffahrunfällen an der libanesischen Grenzkontrollstation wird dringend empfohlen, dort -etwa während laufender Formalitäten- keinesfalls in parkenden Fahrzeugen zu warten. Notwendige Wartezeiten sollten innerhalb des Abfertigungsgebäudes oder abseits der Fahrspur verbracht, Masnaa im übrigen zügig verlassen werden.
Religion: 60 % sind Moslems, die sich aufteilen in Sunniten, Schiiten oder Drusen; 40 % der Bevölkerung sind Christen, vor allem Maroniter oder Griechisch-Orthodoxe, assyrische und römische Katholiken und Protestanten.
Nationalfeiertag: 22. November
Weitere Feiertage: 1. Januar, 9. Februar, 22. März, Karfreitag, Karfreitag-Orthodox, Ostermontag, 1. Mai, Himmelfahrt, Himmelfahrt-Orthodox, 25. Dezember. Verschiedene jährlich wechselnde islamische Feiertage.
Wöchentlicher Ruhetag ist der Sonntag.
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Wissenswertes
Anfahrt:
Die Flugseite befindet sich bei dem bekannten Skiort Faraya in den Bergen der Provinz Mohafazat Mont-Liban. Nur mit 4-Radantrieb zu bewältigen.
Sonstiges:
Der Libanon (offizielle Bezeichnung: Libanesische Republik) liegt am östlichen Rand des Mittelmeers und wird begrenzt von Syrien im Norden und Osten und von Israel im Süden.
Der Libanon galt vor dem Bürgerkrieg (1975-1990) als finanzielle und wirtschaftliche Drehscheibe des mittleren Orients ( "Schweiz des Nahen Ostens")- eine Rolle die er in diesen Jahren zurückgewinnt.
Die einmaligen Kulturdenkmäler in Baalbek, Tyros, Byblos, Anjar, Tripoli etc. sind während des Bürgerkriegs kaum in Mitleidenschaft gezogen worden.
Allerdings wurde die vor dem Krieg ausgezeichnete touristische Infrastruktur (Hotelsektor) fast völlig zerstört. Mittlerweile lebt der Tourismus wieder auf, und übersteigt, dank ausreichender Förderung, die Präsenz vor Kriegausbruch um weites.
Mit dem relativen Ende der kriegerischen Unruhen entsteht wieder das "Paris des Ostens". Doch gibt es weiterhin Krisengebiete, wie die entlang der israelischen Grenze.
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